Facts
Die Graugebänderte Königsnatter (Lampropeltis alterna) ist ein relativ einfach zu haltender Pflegling.
Meine adulten Männchen halte ich alleine in Terrarien mit den Maßen 100x50x50cm, die adulten Weibchen halte ich zu zweit in 120x60x60cm Terrarien. Nur zur Paarung vergesellschafte ich Männchen und Weibchen. Desweiteren betreibe ich noch ein "Großterrarium" mit den Maßen 180x65x65cm, in dem 1,2 Tiere ganzjährig vergesellschaftet sind.
Da diese Art hauptsächlich bodenbewohnend ist, reichen wenige Klettermöglichkeiten und 1 - 2 höher gelegene Versteckplätze aus. Als Bodengrund verwende ich inzwischen normale, ungedüngte Blumenerde. Ich habe auch schon andere Einsteuarten wie z.B. Altromin, Korkschrot und Reptibark verwendet finde aber das Blumenerde verschiedene Vorteile hat: Sie ist günstig, staubarm, sehr saugfähig, Verunreinigungen lassen sich leicht entdecken und entfernen, die Tiere können gut darin buddeln und sorgt zusammen mit Echtbepflanzung für ein gutes Terrarienklima. Als Versteckmöglichkeiten biete ich meinen Tieren Korkröhren und große Korkstücke. Zusätzlich zu den Versteckmöglichen und einem größeren Stein (Häutungshilfe) habe ich für die Optik einige Kunst- und Echtpflanzen in den Terrarien angebracht die den Tieren einen weiteren Blickschutz bieten. Außerdem befindet sich noch ein zum Baden geeignetes Trinkgefäß in den Terrarien, allerdings wird die Möglichkeit zu baden von den meisten meiner Tiere nur selten genutzt.
Erwärmt werden meine Terrarien mit 15 Watt ThermoLux Heizmatten und Leuchtstoffröhren die warmes Licht abgeben. Die Heizmatten werden über einen Thermostat gesteuert der auf 30 Grad Celsius eingestellt ist, dadurch erreiche ich eine durchschnittliche Temperatur von 26 Grad Celsius. Auf den "Liegeplätzen" unter den Lampen und auf den Heizmatten erreiche ich höhere Temperaturen. Allerdings werden diese Plätze von meinen Tieren in der Regel nur nach den Fütterungen aufgesucht. Durch 1 - 2 mal wöchentliches Sprühen mit lauwarmen Wasser halte ich eine durchschnittliche Luftfeuchtigkeit von 50-60% . Kurz vor der Häutung setze ich die Luftfeuchtigkeit auf ca. 80% rauf.
Die Lampen und Heizmatten werden über eine Zeitschaltuhr gesteuert. Morgens zwischen 7.00 und 8.00 Uhr beginnt in den Terrarien der Tag und endet zwischen 18.00 und 19.30 Uhr (abhängig von der Jahreszeit). Meine adulten Tiere bekommen wöchentlich eine XXL Maus, allerdings bekommen meine Weibchen nach der Paarungszeit mehr Futter. Ich verfüttere sowohl lebende als auch tote Futtertiere.
Überwinterung:
Ende Oktober beende ich die Fütterungen und beginne im November schrittweise die Temperatur auf ca. 10 Grad Celsius abzusenken und die Beleuchtungsdauer zu verkürzen. Wichtig ist die Temperatur nicht zu schnell runterzusetzen, da die Tiere erst ihren Magen und Darm komplett entleeren müssen. Zusätzlich werden die Tiere getrennt und in abgedunkelten Faunaboxen untergebracht. Die Einrichtung der Faunaboxen besteht aus Küchenrolle als Bodengrund, einer Versteckmöglichkeit und einem kleinen Trinkgefäß. Das Trinkwasser muß trotz Winterruhe regelmäßig erneuert werden, ansonsten lasse ich meine Tiere wie der Name schon sagt in Ruhe. An Ende der Winterruhe läuft die zuvor beschriebene Prozedur dann in umgedrehter Reihenfolge wieder ab. Anfang Februar steigt die Temperatur und Beleuchtungsdauer langsam wieder an. Wenn diese Werte wieder im normalen Bereich sind beginne ich wieder mit den Fütterungen.